Visionssuche – was will ich wirklich?

von Heide Steiner Visionssuche
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"Die zivilisatorische Schicht, die uns von der Wildnis trennt, ist nicht dicker als drei Tage."  Robert Greenway, Psychologe und Wildnisforscher.

In der heutigen Zeit leben viele Menschen naturfern - fern des Wechsels von hell und dunkel, fern von saisonal schwankender Ernährung, fern der Rhythmen der Jahreszeiten. Diese Naturferne korrespondiert mit einer Ferne zu sich selbst, zu den eigenen gesunden Rhythmen, zur eigenen inneren Natur. Ein ritueller Rückzug in die Natur - für vier Tage und Nächte - ermöglicht eine innere ‚Verwilderung‘ und eine Erinnerung daran: wer ich wirklich bin.

 

Erfahrungsbericht

„Ich habe das Gefühl, dass mich irgendetwas antreibt und ich sehne mich so sehr nach Ruhe – Ruhe in mir. Nach Entspannung, Zufriedenheit, nach genießen können. Es ist immer wieder die Sehnsucht nach genießen können - den Moment genießen zu können. Ich bin so ruhelos geworden. Bin ständig auf der Suche. Aber was suche ich eigentlich? Ich suche und suche und eigentlich suche ich immer nur nach mir.

Dabei lasse ich mich ständig von anderen Menschen verunsichern, lasse mich von meinem Weg abbringen und dann schrumpft mein Selbstbewusstsein zusammen. Ich beginne, mich zu verwirren und gehe auf Distanz, breche Kontakte ab und werde zum Stein – äußerlich. Innerlich fühle ich Traurigkeit und Wut, Wut auf mich. Ich bin so erschöpft!“

 

„Wer bin ich?“  „Was brauche ich wirklich?“  „Wo geht es lang?“ und „Wie komme ich dahin?“

Während der Visionssuche kam er tief mit sich in Kontakt und erkannt wonach er sein Leben lang gesucht hatte. Am Ende der vision quest formulierte er:  „Ich bin in Selbstliebe in mir.“ Andreas 49 Jahre.

 

Das 11 tägige Seminar ist in drei Phasen unterteilt

  • 4 Tage Vorbereitung in der Gruppe
  • 4 Tage & 4 Nächte alleine in der Natur
  • 3 Tage Nachbereitung in der Gruppe

 

Visionssuche an der Südküste Kretas: 25.04.-06.05 2020

Visionssuche im südlichen Schwarzwald: 27.06.-08.07.2020

Visionssuche  für Frauen: 14.-25.08.2020

Visionssuche in den Vogesen: 28.07.-08.08.2020

NEU

Visionssuche für Paare: 28.08.-08.09.2020

 

 

Council

Council eine uralte, kulturübergreifende, hierarchie- und gewaltfreie Kommunikationsform.

 

In diesen herausfordernden Zeiten des Wandels ‚poppen‘ altbewährte Traditionen wieder auf. Dazu gehört die Visionssuche, auch vision quest genannt und die darin eingebettete Kommunikationsform des Council/Redekreises.

 

Für mich ist Tradition nichts Angestaubtes. Thomas Morus benennt es für mich sehr treffend: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“

 

Council bietet einen Weg an, Gemeinschaften und Beziehungen zeitgemäß zu gestalten sowie Krisen und Konflikte in Partnerschaften, Organisationen, Unternehmen und Schulen begegnen zu können.

Im Council liegt das Potential zur Gemeinschaftsbildung, in der sich Ablehnung in Neugierde und Verbundenheit verwandeln kann.

 

Council bedeutet, gemeinsam zu Rate sitzen und sich auf achtsames Zuhören einzulassen. Traditionell sitzt man dabei im Kreis, in der Symbolik, dass alle Anwesenden gleich sind und sich auf Augenhöhe begegnen. Die Haltung ist geprägt von Respekt und Offenherzigkeit den Menschen im Kreis und sich selbst gegenüber.

 

Gesprochen wird mit einem Redegegenstand/Talking Stick/Redestab, der entweder herumgereicht oder immer wieder in die Mitte zurückgelegt wird. Nur, wer den Redegegenstand innehat, spricht und hat alle Aufmerksamkeit.

 

Dies ist ein hoher Anspruch, denn wir alle reagieren blitzschnell mit Bewertung und Interpretation. Es geht darum, sich dessen bewusster zu werden und sich zu üben - respektvoll und erspürend mit dem Herzen zu hören und vom Herzen zu sprechen. Dabei unterstützt spontanes Sprechen und der Mut, auf vorgefertigte Beiträge zu verzichten. Es geht um das Aussprechen dessen, was jetzt im Moment wichtig und wahr ist, was uns berührt und was wir uns wünschen.

 

Im Council wird nicht diskutiert und werden keine Ratschläge verteilt. Hier dürfen unterschiedliche Meinungen als unterschiedliche persönliche Wahrheiten nebeneinander stehen.

 

So kann eine Atmosphäre von Verbundenheit und Offenheit entstehen, welche über die Worte weit hinausgeht und uns zu Brüdern und Schwestern verbinden kann. Ziel ist ein authentisches und aufrichtiges ‚mit sich und der Welt‘ in Kontakt treten.

 

In meinen Visionssuchen ist es jedes Mal berührend und nährend mitzuerleben, wie in kürzester Zeit eine Atmosphäre von Zugehörigkeit und Sicherheit entsteht. Wie sich fremde Menschen in diesem Schutzraum des Redekreises schon am ersten Abend öffnen und zu einer Gemeinschaft auf Zeit zusammenwachsen. Es ist eine Atmosphäre von Annahme und ‚nach Hause‘ kommen.

 

Ich möchte hier besonders das Paarcouncil erwähnen. Es ist eine wichtige Kommunikationsform, welche Paare in ihrem Alltag unterstützen kann. Es ist eine Gesprächsform der Liebe, welche die Seele/das Herz der Beziehung einlädt und ihr eine Stimme verleihen kann.

Das Paar setzt sich einander gegenüber. Zwischen ihnen kann eine Kerze brennen oder Blumen stehen und ein Redegegenstand liegen. Es ist schön, sich vor dem Sprechen eine paar Minuten der Stille zu nehmen. Eine Person beginnt, in dem sie den Redegegenstand aufnimmt und spricht. Als Anregung gilt, in ICH Form zusprechen und das zu benennen, was in diesem Moment gefühlt wird und wahre Bedeutung hat. Wie geht es mir jetzt gerade? Was fühle ich? Was freut mich oder schmerzt mich?

Anschließend wird der Redegegenstand zurück in die Mitte gelegt und der Partner/die Partnerin hat das Wort. Man kann sich für diesen Austausch eine festen Zeitrahmen geben oder so lange miteinander kommunizieren, wie es sich kraftvoll anfühlt. Das Council bleibt so, wie es war, stehen, ohne nachträglich bewertet oder ‚zerpflückt‘ zu werden. Dies bietet Schutz und Sicherheit.

 

Die Richtlinien des Council in Kurzform

 

  • Sprich vom Herzen her
  • Höre vom Herzen her zu
  • Sei spontan und wesentlich
  • Erzähle von dir, nicht über etwas oder jemanden
  • Was im Kreis gesagt wird, bleibt im Kreis
  • Ein Council hat durch einen klaren Anfang und ein klares Ende
  • Es gibt eine Vielzahl verschiedener Council-Formen, welche je nach Situation Anwendung finden
  • Üben, üben, üben, …

 

 

Die Ojai Foundation in Kalifornien, hat „Council“ in jahrzehntelanger Forschung und Praxis weltweit in die Gemeinwesen-Entwicklung, von den Chefetagen bis in die Klassenräume, hineingetragen. Ihr Slogan ist: „Viel interessanter als ein Haufen Gleichgesinnter ist doch eine Gemeinschaft von Ungleichgesinnten.“ www.ojaifoundation.org

Buch: Der große Rat. Das Council – mit dem Herzen hören und sprechen, den Kreis erweitern, von Jack Zimmerman & Virginia Coyle.

 

 

 

 

 

 

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