Beltane – das Fest des Lebens und die Hochzeit der Polaritäten

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Beltane – das Fest des Lebens und die Hochzeit der Polaritäten

Beltane wird in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert. In den heidnischen Bräuchen wurde dieses Jahreskreisfest nicht am 01. Mai, sondern am 5. Vollmond des Jahres zelebriert, nämlich im Mittelpunkt zwischen den Sonnwendfeiern. An diesem Abend wurden stets die Sonne und die damit verbundenen Lebenskräfte ausgiebig gefeiert.  Nach überliefertem heidnischen Brauch werden in dieser Maiennacht überall Feuer entfacht, es wird gefeiert, gesungen und getanzt und Romanzen finden ihren Platz. Auch die Herzensfeuer brennen hoch.

 

Die breite Masse kennt den Mai-Tanz oder das Maibaum setzen. Junge Männer setzen bis heute Maibäumchen auf Hausdächer, um ihre Verehrung für ein Mädchen zu zeigen. Nicht umsonst ist der Mai der sogenannte Wonnemonat und wird bevorzugt für Hochzeiten gewählt.

 

Mit dem Auftauchen der Plejaden wusste man früher – Beltane ist nahe. Der Monatsname Mai leitet sich u. a. aus dem plejadischen Siebengestirn ab, welches die Sumerer Siebengottheit nannten. Einer dieser plejadischen Sterne hat nach der griechischen Mythologie den Namen „Maia“.

 

In den Jahreskreisfesten ist Beltane das Pendant zu Samhain. Das Leben, die Fruchtbarkeit, das Helle stehen genau gegenüber zur anderen Seite – dem Tod, dem Sterben, dem Dunklen, den Ängsten. Während Samhain die Zeit des Loslassens ist, ist Beltane die Zeit der Empfängnis, der Vereinigung, der Sonne. Die Sonne hat die Dunkelzeit besiegt und dieses Überleben wurde in der heidnischen Religion wild und sehr ausgiebig gefeiert.

 

Die Kraft von Beltane liegt mit im Betrachten der Balance zwischen den Kräften. Das Ausbalancieren zwischen Hell und Dunkel. Um Wiedergeburt zu erleben muss man sterben. Wir sehen nun, dass der ewige Kreislauf zwischen Hell und Dunkel stets auf ein Neues ins Gleichgewicht kommt. Die Naturkräfte von Feuer und Wasser vermählen sich und die Schöpfung nimmt ihren weiteren Verlauf.

In gewissem Sinne sind die Schleier gleich dünn wie zu Samhain. Seelen wird der Raum gewährt wieder auf die Erde zu inkarnieren. Die Samen, welche zur Imbolc-Zeit gesät wurden, beginnen nun auf der physischen Ebene erste Früchte zu tragen. Der Bereich der Matrix erreicht nun die physische Ebene der Manifestation. Dies gilt in der gesamten Natur und für alles Leben dieses Planeten.

 

Der Frühling endet und der Sommer geht an den Start. Wir sehen es spätestens an den Gärten und fühlen es an der kräftigen Zunahme der Sonnenkraft. Unsere Gefühle ändern sich in dieser Zeit einmal mehr. Die Erdenergie nimmt weiter zu und ist sehr aktiv am Wirken. Es ist die chaotische Phase. Es ist das Grau bevor das Schwarz zu Weiß wird.

 

Eine starke Zeit der Fruchtbarkeit, der Fülle ist erreicht. Die Manifestationsebene des Gedeihens ist nun erreicht. Jetzt ist die Zeit, wo Ideen und Hoffnungen, Träume und Visionen faktisch umgesetzt werden. Manifestation der Schöpfung auf irdischer Ebene. Der Gedankenmatrix dürfen jetzt Taten folgen. Spaß und Freude am Tun und am Sein halten jetzt den Einzug in den Tag. Man könnte auch sagen, jetzt ist die Zeit wo das was im Dunklen lag ans Licht kommt. Dies gilt für eigene Schattenanteile genauso, wie für kollektive Themen. Vielleicht darf auch in Bezug auf die aktuelle Lage der Welt ein Stück weit Licht ins Dunkel kommen in diesem Monat. Licht am Ende des Tunnels? Wer weiß…..

 

Beltane ist die Hochzeit zwischen Himmel und Erde. Es ist die Hochzeit zwischen Gaia und Uranos, dem Himmel der sie bedeckt. Es ist die Hochzeit des Gottes und der Göttin, die Hochzeit zwischen dem männlichen und dem weiblichen Prinzip. Die Vereinigung von Hell und Dunkel.

 

Beltane ist das Fest der Vereinigung der Polaritäten, wenn man so möchte. Es ist die Vereinigung hinein das Einswerden. Es ist die Verschmelzung beider Seiten.

 

Der Name des Festes „Beltane“ bedeutet mehr oder weniger soviel wie „Das Feuer des Bel“, wobei sich Bel von dem altirischen Sonnengott Belenos ableiten lässt. Bel bedeutet soviel wie etwa hell oder leuchtend und Tane/Taine bedeutet im schottisch-gällischen „Feuer“.

 

In der griechischen Mythologie ist die Gottheit Apollon, der Sohn des Zeus, - Apollon - der griechische Gott des Lichts, der Heilung, der Weissagungen und der Künste wie Musik, Dichtung und Gesang. Ihm ist das Orakel von Delphi, die bedeutendste aller antiken Orakelstätten, gewidmet – wobei Gaia die erste Inhaberin des Orakels von Delphi war. Apollon ist einer der 12 Hauptgötter des Pantheon. Im New Age sind der Zusammenkunft an Beltane überwiegend die Gottheiten Odin, bzw. Wotan und Himmelsherrin Frigg bzw. Freyja zugeordnet.

 

Die Götter und Göttinnen dieser Hochzeit haben sehr viele Namen aus unterschiedlichen antiken Mythologien und Kulturen heraus. Hier einige Beispiele von heiligen Hochzeiten von Göttern und Göttinnen:

 

Gaia und Uranos, Zeus und Hera, Vishnu und Lakshmi, Hades und Persephone, Demeter und Iasion, Inanna und Dumzui, Osiris und Isis, und viele viele andere mehr. Weg von sämtlichen Mythologien, Mystifizierungen, Zeitepochen und Kulturen könnte man auch sagen „die Dunkelheit und das Licht heiraten“. Die Sonne küsst die Erde wach.

 

Und was ist mit der sogenannten Walpurgisnacht?

Ja, viele kennen diese Nacht der Götter und Göttinnen von Licht und Dunkelheit auch als Walpurgisnacht. Der Name leitet sich von der Äbtissin Walburga ab, deren Heiligsprechung an einem 01. Mai um ca. 870 n. Chr., ca. 100 Jahre nach ihrem Tod war. Die hl. Walburga aus dem angelsächsischen Königreich Wessex und wirkte als Missionarin der Germanen in den damalig noch überwiegend heidnisch geprägten Landen, während ihr Onkel Hl. Bonifazius der damalig bekannteste Missionar gewesen sein soll. Die 9 Nächte vor dem 01. Mai waren die sogenannten Walpurgisnächte, welche mit dem Geläut von Kirchenglocken Hexen und Böses bannen sollten.

 

Die hl. Walpurgis gilt als Schutzpatronin der Wöchnerinnen, der Seeleute und Bauern, sowie der Haustiere. Sie steht zum Schutz für das Gedeihen der Feldfrüchte, gegen die Hungersnot und die Missernte, Hundebisse, Tollwut, Pest, Seuchen, Husten, Augenleiden und Stürme. Der Sage nach, soll als Ritual der Gang zwischen zwei Walpurgisfeuern etwaige Seuchen fernhalten.

 

Bekannt wurde die sogenannte Walpurgisnacht durch Goethes Faust um das Jahr 1800.

 

Die Walpurgisnacht und Beltane haben nicht sehr viel miteinander zu tun, wenn man versteht, dass sich hier Aspekte der alten heidnischen Religion mit der Christianisierung vermischt haben. Auch ist die sogenannte Walpurgisnacht mehr eine Anlaufstelle für gewisse Touristenattraktionen und gesellschaftlichen Feste wie der gewöhnliche Maientanz.

 

Von Herzen ein Frohes Beltane wünscht Euch

Marisa Crisante

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